Interview mit Paul Evers, Inhaber des Einzelunternehmens Automatiktür-Handel Evers

Automatiktür-Handel Evers – Ein Familienunternehmen im ITC

Der Automatiktür-Handel Evers liegt bereits in der Hand der zweiten Generation der Familie, dabei feierte er diesen August gerade sein 10-jähriges Firmenjubiläum. Wir haben diese Gelegenheit genutzt, um einen genaueren Blick in das Unternehmen zu riskieren und dabei einen spannenden Unternehmertyp entdeckt.


Dass Paul Evers so rasch in die Firma seines Vaters einsteigen würde, hätte er nicht gedacht. Doch 2011 stand das 2005 von André Evers gegründete Einzelunternehmen vor der elementaren Frage: Wie kann es jetzt weitergehen? Der Entschluss zur Übernahme der Firma nach dem plötzlichen Tod seines Vaters war für Paul Evers nicht leicht, aber im Endeffekt die goldrichtige Entscheidung.

„Wenn nicht jetzt, dann war es das.“

Auch wenn Paul Evers gleich nach der Ausbildung in das Unternehmen hätte einsteigen können, war für ihn von vornherein klar, dass er davor erst seine eigenen Erfahrungen sammeln muss. Er machte eine Ausbildung zum Kaufmann für Groß- und Außenhandel, bildete sich an der Abendschule zum Handelsfachwirt weiter und verbrachte ein paar Jahre im Berufsleben, bis er sich schließlich als Einzelunternehmer in der Türautomatik wiederfand. Jetzt, nach vier Jahren im Geschäft, fällt es dem damals 23-Jährigen leicht zu sagen, dass sowohl der Exkurs in die Handelswirtschaft als auch der Schritt in die Selbstständigkeit der richtige Weg für ihn war. „Ohne meine Ausbildung und Erfahrungen als Angestellter im Handel wüsste ich meine Arbeit in diesem Unternehmen wahrscheinlich gar nicht so zu schätzen, wie ich es heute tue“, erklärt Evers. „Und hätte ich andererseits die Firma 2011 nicht übernommen, wäre dieses Thema für mich erledigt gewesen.“

Aller Anfang braucht Unterstützung und Vertrauen

Wie führt man ein funktionierendes Unternehmen fort? Die Übernahme des Automatiktür-Handels war für Paul Evers ein Sprung ins kalte Wasser. Zwar hatte er zuvor schon gelegentlich in der Firma ausgeholfen und dabei das ein oder andere Wissen vom Fach aufgeschnappt. Aber ob das allein für die Leitung des Unternehmens, die Betreuung der Bestandskunden und den Umgang mit den Mitarbeitern reichte?

„Ich bin meinen Mitarbeitern, Geschäftspartnern und unseren Kunden für ihre Unterstützung dankbar“, erzählt Paul Evers. Der kleine Fachbetrieb für Türautomatik lebt zu einem Großteil von seinen Bestandskunden, die nach dem Einbau der Automatiktüren in der Regel gern auf weitere Dienstleistungen wie regelmäßige Sicherheitsprüfungen, Wartung und Reparaturdienste zurückgreifen. „Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden ist mir sehr wichtig“, erklärt der junge Einzelunternehmer. „Und den Kunden ist es wichtig, dass sie einen kompetenten Ansprechpartner haben, der bei Bedarf auch mal dabei hilft, ein kleineres technisches Problem mittels Ferndiagnose via Telefon zu beheben.“

 

Darüber hinaus hatte Paul Evers bei der Unternehmensnachfolge auch einiges an fachlichem Know-how nachzuholen. Da die Tätigkeiten in der  Türautomatik nicht zu einem typischen Lehrberuf gehören, galt es für den gelernten Groß- und Außenhandelskaufmann erst einmal diverse Schulungen und Lehrgänge der Branche zu besuchen und auf die Fachkompetenz seiner erfahreneren  Partner zu vertrauen. Doch auch wenn dies für Paul Evers so gut wie einen beruflichen Neuanfang bedeutete, verschafft ihm seine kaufmännische und betriebswirtschaftliche Ausbildung gegenüber anderen Handwerkern und als Unternehmer durchaus einen Vorteil. „Durch meine Ausbildung weiß ich mich und die administrativen Vorgänge in der Firma zu organisieren“, sagt Evers. „Ich erledige schon aus Gewohnheit viele Dinge gleich, wenn sie reinkommen. Das beginnt mit dem Erstellen von Angeboten und reicht bis zum Nachbestellen von Schrauben und Ersatzteilen. Was erledigt ist, ist erledigt und so habe ich den Kopf für andere Sachen frei.“

Spezialisierung im vernünftigen Rahmen

Seit Mai 2014 betreuen Paul Evers und seine  Mitarbeiter vom ITC aus Kunden im Nordosten der Bundesrepublik. Bei Bedarf wird sich Unterstützung von  Partnerunternehmen aus Rostock geholt und auch überregional steht der Bentwischer Automatiktür-Handel mit  anderen Firmen und Herstellern mittels Branchennetzwerk in Kontakt. Zudem feierte das Einzelunternehmen diesen August bereits sein 10-jähriges Bestehen.

 

Paul Evers ist zufrieden und sieht optimistisch auf die kommenden 10 Jahre. „Ein großer Wachstumsschub ist nicht geplant“, sagt  der Unternehmer. „Wir halten uns technologisch auf dem neusten Stand, indem wir mit den Herstellern zusammenarbeiten und ihre Innovationen an unsere Kunden weitervermitteln. Zurzeit sind wir gut ausgelastet und verzeichnen Jahr für Jahr ein gesundes Wachstum. Eine Erweiterung unserer Leistungen, wie z.B. auf die Produktion oder Entwicklung von Automatiktüren, würde jedoch unseren Rahmen sprengen. Wir sind ein kleines, persönliches Unternehmen mit einer klaren Spezialisierung auf automatische Türen und das ist gut so.“

Fotos: Automatiktür-Handel Evers


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